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Erektionsprobleme sind häufiger, als Männer denken

Wer Erektionsprobleme hat, fühlt sich oft allein damit. Unter Männern ist es eines der am besten gehüteten Themen. Die Zahlen zeichnen ein anderes Bild.

Redaktion 2N8 · 5 Minuten Lesezeit · Stand Oktober 2026

Jeder fünfte Mann

Für die Kölner Männerstudie wurden 8.000 Männer zwischen 30 und 80 Jahren angeschrieben, knapp 4.500 Antworten konnten ausgewertet werden. 19,2 Prozent der Männer berichteten von Erektionsstörungen. In der jüngsten Altersgruppe waren es 2,3 Prozent, bei den 70- bis 80-Jährigen 53,4 Prozent (Braun et al., 2000).

Noch höher fällt die Zahl in der Massachusetts Male Aging Study aus, die auch leichte Formen mitzählte. Dort berichteten 52 Prozent der Männer zwischen 40 und 70 Jahren von Erektionsproblemen in irgendeiner Ausprägung. Vollständige Erektionsstörungen verdreifachten sich zwischen 40 und 70 Jahren von 5 auf 15 Prozent (Feldman et al., 1994).

19,2 %Männer von 30 bis 80Köln52 %Männer von 40 bis 70USA, inkl. leichter Formen
Anteil der Männer mit Erektionsstörungen in zwei großen Studien. Jeder Punkt steht für einen von 100 Männern (Braun et al., 2000; Feldman et al., 1994).

Nicht nur eine Frage des Alters

Das Alter ist der stärkste einzelne Faktor, aber nicht der einzige. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, Depression und bestimmte Medikamente erhöhen das Risiko (Feldman et al., 1994; Salonia et al., 2021). Bei jüngeren Männern stehen psychische Ursachen häufiger im Vordergrund.

Häufig heißt nicht harmlos

Dass viele Männer betroffen sind, ist kein Grund, das Thema zu übergehen. Erektionsprobleme können ein frühes Zeichen für Gefäßerkrankungen sein. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Wenn die Erektion früher warnt als das Herz.

Darüber reden fällt schwer

Viele Männer warten lange, bevor sie mit einem Arzt sprechen. Scham spielt eine Rolle, manchmal auch die Sorge, nicht ernst genommen zu werden. Eine Messung zu Hause kann ein erster Schritt sein. Sie schafft Klarheit für Sie selbst und eine sachliche Grundlage für das Gespräch in der Praxis.

Kurz gesagt
  • In Köln berichtete fast jeder fünfte Mann zwischen 30 und 80 von Erektionsstörungen.
  • Mit dem Alter steigt der Anteil deutlich.
  • Gefäße, Stoffwechsel, Psyche und Medikamente spielen eine Rolle.
  • Frühes Hinsehen lohnt sich.
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Quellen

  • Braun, M., Wassmer, G., Klotz, T., Reifenrath, B., Mathers, M., & Engelmann, U. (2000). Epidemiology of erectile dysfunction: Results of the „Cologne Male Survey“. International Journal of Impotence Research, 12(6), 305-311. https://doi.org/10.1038/sj.ijir.3900622
  • Feldman, H. A., Goldstein, I., Hatzichristou, D. G., Krane, R. J., & McKinlay, J. B. (1994). Impotence and its medical and psychosocial correlates: Results of the Massachusetts Male Aging Study. Journal of Urology, 151(1), 54-61. https://doi.org/10.1016/s0022-5347(17)34871-1
  • Salonia, A., Bettocchi, C., Boeri, L., Capogrosso, P., Carvalho, J., Cilesiz, N. C., Cocci, A., Corona, G., Dimitropoulos, K., Gül, M., Hatzichristodoulou, G., Jones, T. H., Kadioglu, A., Martínez Salamanca, J. I., Milenkovic, U., Modgil, V., Russo, G. I., Serefoglu, E. C., Tharakan, T., ... Minhas, S. (2021). European Association of Urology guidelines on sexual and reproductive health 2021 update: Male sexual dysfunction. European Urology, 80(3), 333-357. https://doi.org/10.1016/j.eururo.2021.06.007

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. 2N8 ist ein Medizinprodukt. Die Messdaten ersetzen keine ärztliche Diagnose.

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